FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
02.10.2018

Mehr Internationalität im mittelständischen Unternehmen

6. Wirtschaftskonferenz OWL an der Fachhochschule Bielefeld

Neun Personen stehen nebeneinander und blicken in die Kamera im Hintergrund ist ein Hörsaal zu sehen.

Internationalisierung ist schon lange kein Thema mehr, das nur Großkonzerne betrifft. Auch in den kleinen und mittelständischen Betrieben in OWL hat die Internationalisierung Einzug gehalten. Doch wie können Unternehmen ihre Kompetenzen für internationale Projekte, Kundenkontakte und Geschäftsstrategien verbessern?

Mit dieser Frage befassten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft auf der 6. Wirtschaftskonferenz OWL im Hörsaal D 3 der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Stellvertretend für die AG 7 OWL, die Arbeitsgemeinschaft der Wirtschaftsförderer OWL, richtete in diesem Jahr die Bielefelder Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft WEGE mbH die Konferenz aus. Als Kooperationspartner hat die WEGE die FH Bielefeld ins Boot geholt, die sich auf die Qualifizierung interkultureller Kompetenzen für Studierende und Mitarbeitende in Unternehmen spezialisiert hat.

An der Wirtschaftskonferenz nahmen rund 130 Personen teil, die sich mit Fragen der Qualifizierung von Mitarbeitenden für ein internationales Arbeitsumfeld auseinandersetzten. Denn nachhaltig erfolgreich seien internationale Projekte, Kundenkontakte und Geschäftsstrategien dann, wenn die eigene interkulturelle Kompetenz im Unternehmen gut ausgebildet sei. Oder anders formuliert: Ohne die Fähigkeit, die Kultur des Partnerlandes zu verstehen, könnten internationale Aktivitäten an Kleinigkeiten scheitern, so die Meinung von Prof. Dr. Natalie Bartholomäus und Prof. Dr. Riza Öztürk, deren Vortrag „Mehr Internationalität in Unternehmen – aber wie?“ Personalentwicklung und Weiterbildungsangebote für Unternehmen durch Programme der Fachhochschule Bielefeld behandelte.

In einer Talkrunde kamen Unternehmensvertreter zu Wort. Alle waren sich einig, dass Internationalisierung in Zukunft eine noch größere Rolle in ihren Unternehmen spielen wird. Die Firma Claas habe seit zwei Jahren mehr Mitarbeitende im Ausland als in Deutschland und auch die Wachstumsmärkte der Firma lägen im Ausland. Die Firma Condor erwirtschafte bereits heute die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland. Aufgrund der sehr langen Lebensdauer ihrer Produkte müsse das Unternehmen stetig neue Märkte erschließen. Die Vertreter von Jowat und Miele betonten, dass nicht nur einzelne Mitarbeitende, sondern das gesamte Personal durch die Internationalisierung ihrer Unternehmen herausgefordert sei. Entsprechende Schulungs- und Förderprogramme seien in ihren Firmen bereits etabliert und würden immer weiter ausgebaut. 

Außerdem gab Irene Schalück, Studentin im Bachelorstudiengang „International Studies in Management “ an der FH Bielefeld, einen persönlichen Einblick in die Besonderheiten ihres Studiengangs und betonte, dass die internationale Ausbildung ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich erhöhten.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Brigitte Meier, Prokuristin der WEGE Bielefeld und Michael Stolte, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Kreis Höxter.

Text: WEGE mbH