FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
28.05.2019

Nächstes Etappenziel auf dem Weg zur REGIONALE 2022

Vorstudie „Vernetzte Mobilität OWL“ gestartet

Elf Personen stehen vor einem Bus und blicken in die Kamera.

Individuelle, umweltfreundliche, bedarfsgerechte und kostengünstige Mobilität: So klingt die Vision für die Mobilität der Zukunft. Auf Grundlage der von der Fachhochschule (FH) Bielefeld, der Universität Bielefeld, der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und des Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo eingereichten Einzelprojekte für die REGIONALE 2022 startete jetzt die gemeinsame Vorstudie „Vernetzte Mobilität Ostwestfalen-Lippe (OWL)“. An der FH Bielefeld unterstützt der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) das Vorhaben. Gefördert wird die Vorstudie aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) mit insgesamt gut 160.000 Euro.

Alle Teilprojekte der beteiligten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in OWL beschäftigen sich mit der anfangs beschriebenen Vision, innovative Mobilitätskonzepte für den ländlichen Raum zu schaffen. „Ein klar formuliertes Ziel ist die spätere Vernetzung der Mobilitätsangebote. So sollen sich die autonomen Angebote dynamisch in das herkömmliche Angebot des öffentlichen Nahverkehrs eingliedern“, erklärt Sönke Lück, der gemeinsam mit Paul Lohmann als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt arbeitet. „Umso wichtiger, dass wir von Anfang an eng zusammenarbeiten“, ist sich Prof. Dr. Rolf Naumann sicher, der das Projekt „Future Rail OWL – Zukunftsbahn OWL“ seitens der FH Bielefeld leitet.

Das Projektteam des Fachbereichs IuM plant den Einsatz autonom fahrender Züge auf der Strecke zwischen Verl und Hövelhof. In dem Projekt Future Rail OWL soll aufgezeigt werden, wie auf eingleisigen, stillgelegten, nicht-elektrifizierten Strecken wieder ein wirtschaftlicher Betrieb aufgenommen werden kann. Hierzu wird ein Konzept erarbeitet, das kleine autonome akkubetriebene Zugeinheiten berücksichtigt, die mit lokal erzeugten regenerativen Energien geladen werden. Um die Attraktivität der Bahnnutzung weiterhin zu steigern, ist geplant, einen bedarfsorientierten Fahrplan einzurichten, der sich nach den Stoßzeiten richtet. Darüber hinaus soll es möglich sein, On-Demand Züge zu bestellen, die im 24-Stunden-Betrieb bereitgestellt werden. Die Züge werden mit anderen Verkehrsmitteln wie beispielweise Bussen, Taxen, Car-Sharing-Angeboten oder Miet-E-Bikes vernetzt, um somit eine durchgängige Mobilitätskette zu schaffen und einen sichergestellten Reiseanschluss zu gewährleisten.

Das Entscheidungsgremium für die REGIONALE 2022 hatte dem Projekt Future Rail OWL bereits Ende 2018 den sogenannten C-Status, und damit das Potential, einen Beitrag zum neuen UrbanLand OWL leisten zu können, attestiert. Die jetzige Vorstudie bildet das Fundament für die Einzelprojekte, die sich im Qualifizierungsverfahren der REGIONALE 2022 befinden. Im dreistufigen Qualifizierungsprozess ist das nächste größere Ziel der B-Status.

Ziel des Regionalentwicklungsprogramms REGIONALE 2022 – „Wir gestalten das neue UrbanLand“ des Landes NRW ist die Entstehung eines neuen Modells von Stadt-Land-Beziehungen, in dem die wechselseitigen Stärken genutzt und miteinander verbunden werden. Partner bei der Umsetzung der REGIONALE sind unter anderem Politik, Verwaltung, Wirtschaftsförderung, Institutionen wie die OstWestfalenLippe GmbH sowie Wissenschaft und Bildung.

Text: Tanja Hage

Weitere Informationen: www.regionale2022.de