FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
12.11.2018

Smart-Home-Serviceroboter und Architektur-Entwurfskonzepte

Forschungskolloquium am Campus Minden mit anregender und kontroverser Diskussion.

zwei Männer und eine Frau blicken in die Kamera

Das Forschungskolloquium am 7. November zeigte wieder einmal sehr deutlich die thematische Breite des Fachbereichs Campus Minden: Zunächst berichtete Prof. Dr. Dr.-Ing. Matthias König über seine Aktivitäten während seines Forschungssemesters, dann stellte sein Projektmitarbeiter Dennis Sprute konkrete Forschungsergebnisse aus dem Projekt „Seerose – Service Roboter im Smart Home“ vor. Im Forschungslabor wurde eine modellhafte Smart Home Umgebung mit Kameras, Beleuchtungselementen und weiteren Sensoren und Aktoren geschaffen, mit deren Hilfe sich Serviceroboter, wie Staubsaugerroboter oder andere Assistenzroboter, in einem Raum oder Gebäude orientieren können, um so ihre Aufgaben besser zu erledigen. So lernten die Roboter herumliegende Gegenstände aufzuräumen oder bestimmte Bereiche nicht zu befahren. In weiteren Teilprojekten lernten die Roboter, Gegenstände möglichst natürlich an Menschen zu übergeben oder sich für bestimmte Arbeitsprozesse selbst zu organisieren.

Im zweiten Vortrag stellte Prof. Rouli Lecatsa ihr Buch „Schritte zur Architektur“ Anleitung zum kreativen Denken! vor. Darin setzt sie sich kritisch mit der Entwicklung der Architektur in der Mediengesellschaft auseinander. Sie zeigt Wege auf,

wie ästhetische Bildung, Entwurf und Gestaltung in einem mediengetriebenen Umfeld vermittelt werden können. Vor dem Hintergrund sich wandelnder Studierendengenerationen sie stellt ihre methodischen Ansätze für eine Entwurfslehre vor. So wird beispielsweise anhand eines Kubusmodells in mehreren Schritten ein Gebäudemodell mit einem Raumprogramm, Erschließungswegen und einer Fassadengestaltung entwickelt. Wesentliches Ziel ist es, die Studienanfänger freizumachen von ihren bisherigen Architekturerfahrungen und für kreative Prozesse und Ästhetik zu öffnen.

An die Vorträge schloss sich eine angeregte und in Bezug auf einige Thesen auch kontroverse Diskussion mit den Zuhörern an. Das Forschungskolloquium am Campus Minden findet regelmäßig am Anfang jeden Semesters statt und bietet den Forschenden Gelegenheit, über ihre Arbeiten zu berichten. Der nächste Termin ist für März 2019 geplant.

Text: Dr. Britta Leineweber