FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
06.12.2017

Sören Dolf und Michael Nollek erhalten Energy Award 2017

Westfalen Weser Energie verleiht Auszeichnung für Spitzenleistungen von Jungakademikern zum Thema Energie.

Paderborn. Die Energiebranche sieht sich durch die Umsetzung der Energiewende vor enorme Herausforderungen gestellt, die auch auf die Fachkräfte von morgen zukommen und eine besondere Verantwortung für den wissenschaftlichen Nachwuchs mit sich bringt. Westfalen Weser Energie fördert deshalb seit Jahren junge Nachwuchskräfte, die Spitzenleistungen in ihren Abschluss- und Projektarbeiten im Bereich Energieeffizienz/Erneuerbare Energie abgelegt haben. Vier herausragende Einzel- und drei Projektarbeiten wurden am 28. November in Paderborn von dem kommunalen Energiedienstleister mit dem Energy Award 2017 ausgezeichnet. Gleich zwei Preisträger kommen aus dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) der Fachhochschule Bielefeld. Beide starteten an der FH im Bachelor-Studiengang Regenerative Energien.

„Zukunftsideen sind im Zusammenhang mit der Energiewende für Unternehmen und Kommunen gleichermaßen gefragt. Eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis ist dabei genauso wichtig, wie gut motivierte und mutige junge Menschen“, machte Dr. Stephan Nahrath, Geschäftsführer Westfalen Weser Energie, bei der Preisverleihung deutlich. Rationelle Energienutzung, Energieeffizienz und regenerative Energien sind und bleiben für Nahrath dabei die Schlüsselthemen, um die Energiewende erfolgreich zu gestalten. Alle Hochschulen und Institute, die am Energy Award teilnehmen, bieten eine hohe Praxisnähe und eine enge Verflechtung mit der Wirtschaft durch Praxissemester oder Studien- und Abschlussarbeiten, die zum Teil in Zusammenarbeit mit Unternehmen durchgeführt werden.

Die Preisträger kommen von der FH Bielefeld, der Universität Paderborn, der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Hochschule Weserbergland in Hameln. Insgesamt wurden 9.000 Euro an Preisgeldern vergeben. Die ausgezeichneten Einzel- oder Projektarbeiten greifen die aktuellen Themen der Energiebranche auf und beleuchten Maßnahmen zur besseren Umsetzung der Energiewende oder rationellen Energienutzung. In diesem Jahr standen zwei Projektarbeiten aus dem Bereich Elektrotechnik im Vordergrund und fünf wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit der Klimaeffizienz von Gebäuden befassten.

Sören Dolf befasste sich an der Fachhochschule Bielefeld mit der Möglichkeit, eine Erdreichwärmepumpe am Standort Miele in Gütersloh in bestehende Versorgungsstrukturen zu integrieren. Aufgabe war es, die Machbarkeit einer möglichen oberflächennahen Geothermieanlage sowohl technisch als auch wirtschaftlich zu analysieren sowie das System so auszulegen, dass es problemlos in die vorhandenen Versorgungsstrukturen an dem Standort implementiert werden kann. Bei der vorgenommen Analyse kam er zu dem Ergebnis, dass durch eine Implementierung die CO2-Emissionen um 62,5 Prozent reduziert werden können. Damit kann dieses Projekt einen aktiven Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Die Jury belohnte die Arbeit mit einem Preisgeld von 1.000 Euro.

Michael Nollek erarbeite im Rahmen seiner Projektarbeit am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik die Inhalte eines Fachpraktikums für das Modul „Elektrische Netze“ unter Verwendung eines digitalen Distanzschutzrelais. Mit diesem Praktikum wendet er sich vor allem an andere Studierende, um ihnen eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen und früh das Interesse für einen elementaren Bestandteil der Energiewende, der Schutztechnik, zu wecken. Das Praktikum behandelt mehrere Aspekte der Schutztechnik, wie zum Beispiel Fragen nach der Energieflussrichtung, der Erdimpedanzanpassung sowie dem Lichtbogenwiderstand und bietet den Studierenden die Gelegenheit eigenständig ein Schutzkonzept auszulegen, alle notwendigen Parameter zu berechnen und anhand manueller und automatischer Prüfungen ein reales Relais zur Auslösung zu bringen oder eine Schutzprüfung durchzuführen. Nollek konnte für seine herausragende Arbeit 1.000 Euro entgegen nehmen.

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Text: Westfalen Weser Energie