FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
11.05.2022

Welcome Semester „Study On, Ukraine!“

Studierende des Study On MStudienprogramms
Die Studierenden informierten sich am Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung bei Lehrenden aus den verschiedenen Fachbereichen über die Studiengänge – und modelle der FH Bielefeld. © S. Jonek/FH Bielefeld
Ein Student liest einen Flyer der FH Bielefeld
Die Studierenden können aus über 30 Kursen aus allen Fachbereichen wählen. © S. Jonek/FH Bielefeld
Studierende des Study on Ukraine Studienprogramms
Neben dem Kursangebot erhalten die Studierenden auch Informationen zum Studium und Leben in Deutschland. © S. Jonek/FH Bielefeld

FH Bielefeld startet Programm für geflüchtete Studierende aus der Ukraine.

Bielefeld (fhb). Die Fachhochschule (FH) Bielefeld bietet für Studierende, die aus der Ukraine fliehen mussten oder derzeit nicht an ihren Hochschulen weiterstudieren können, ein fachbereichsübergreifendes Studienprogramm an unter dem Titel „Study On, Ukraine! Welcome Semester“. Die Studierenden können sich weiterqualifizieren, ein Studium in Deutschland planen oder die Zeit bis zu ihrer Rückkehr in die Ukraine sinnvoll nutzen.

Sie können dabei aus über 30 Kursen aus allen Fachbereichen wählen. Das Angebot umfasst intensiven Deutschunterricht und englischsprachige Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Wirtschaft, Sozialwissenschaften, Gesundheit, Informatik und Gestaltung. Neben dem Kursangebot erhalten die Studierenden auch Informationen zum Studium und Leben in Deutschland. Die Europäische Kommission ermöglicht zudem eine Förderung der Studierenden aus dem Erasmus-Programm.

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In einer einstündigen Eröffnungsveranstaltung begrüßte Judith Peltz, Leiterin des International Office, die geflüchteten Studierenden an der FH Bielefeld.

Weniger als zwei Monate sind seit der ersten Idee bis zum Beginn des Programms am 11. Mai vergangen. Das International Office gab den offiziellen Startschuss für das Willkommenssemester und Teilnehmende, Lehrende und Organisator*innen trafen sich erstmals im FH-Hauptgebäude. Bereits am 9. Mai sind erste Kurse gestartet.

Für ihre Teilnahme an dem Programm erhalten die Studierenden Credit Points, sodass sie sich die erbrachten Leistungen auch an anderen Hochschulen anerkennen lassen können. Die Veranstaltungen finden sowohl in Präsenz als auch online statt.
Das Programm stößt auf große Zustimmung: Mehr als 80 Studierende haben sich für die Teilnahme an dem interdisziplinären Programm beworben. Die Nachfrage ist noch wesentlich größer, es steht jedoch nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung, da die Deutschkurse, die integraler Bestandteil des Programms sind, auf 60 Teilnehmende limitiert sind. Gut die Hälfte der Teilnehmenden des Welcome Semesters sind Studierende aus Drittstaaten, die bisher in der Ukraine eine Hochschule besuchten und ebenfalls fliehen mussten.

Eine Mappe mit der Aufschrift \
© S.Jonek/FH Bielefeld

Judith Peltz, Leiterin des Dezernats Internationales: „Das große Interesse an dem Programm zeigt, wie sehr sich die aus der Ukraine Geflüchteten wünschen, ihre akademische Laufbahn fortzuführen. Wir freuen uns sehr, dass wir die neuen Studierenden kennenlernen und dass unsere Lehrenden in kurzer Zeit ein so breites zusätzliches Angebot auf die Beine gestellt haben.“ Die Studierenden gewinnen in dem Brückensemester Zeit für die Orientierung und können gleichzeitig viele neue Kompetenzen erwerben, die für ihre akademische Zukunft Bedeutung haben, so Peltz.  

Das „Study On, Ukraine! Welcome Semester“ ist nur eine von vielen Maßnahmen, die aus einer freiwilligen Initiative von Hochschulangehörigen hervorgegangen ist, die helfen möchten. Regelmäßig trifft sich die Gruppe von engagierten Lehrenden, Beschäftigten und Studierenden per Videokonferenz, um Ideen zu sammeln, wie man geflüchtete Studierende und Lehrende unterstützen kann. In diesem Rahmen entstand auch das Support-Forum „Bielefeld Student Help“, auf dem Unterstützung rund um das Studieren und Leben in Bielefeld, Gütersloh und Minden gesucht und angeboten werden kann. Derzeit arbeitet die Gruppe außerdem an einer Möglichkeit, Wohnraum für die geflüchteten Studierenden und Lehrenden zu vermitteln.