FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
08.06.2018

„Wir bauen unsere Kontakte ständig aus“

Dr. Jeffrey P. Wehrung von der Black Hill State University zu Gast am Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit.

Bielefeld (fhb). Aus der Mitte der USA ist er angereist, Süddakota, die Black Hill State University ist sein akademisches Zuhause. Seit 2012 lehrt er an der dortigen School of Business. Sein Spezialthema: Entrepreneurship, also die betriebswirtschaftlich durchaus komplexe Welt der Unternehmensneugründungen. Zudem unterrichtet Dr. Jeffrey P. Wehrung, von dem hier die Rede ist, auch in den Bereichen Organisation und Management. Jetzt ist er zu Besuch an der Fachhochschule (FH) Bielefeld, um am Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit einige Wochen lang zu lehren. Dekan Prof. Dr. Uwe Rössler: „Wir freuen uns darüber, dass immer mehr Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland für eine kurze Zeit bei uns Lehrveranstaltungen anbieten. Das passt in unser strategisches Konzept der Internationalisierung. Wir bauen unsere Kontakte ständig aus.“

Wehrung kam auf Einladung seines Bielefelder Kollegen Prof. Dr. Alexander Haubrock, der am Fachbereich das Lehrgebiet Psychologische Grundlagen, Personal- und Organisationspsychologie vertritt. Fachlichen Austausch gab es unter anderem mit Prof. Dr. Tim Kampe und Dr. Stefanie Pannier, die sich als Verantwortliche für das „Innovationslabor OWL“ mit der Förderung von Start-ups und Gründern in Ostwestfalen-Lippe intensiv beschäftigen

Überrascht war der Amerikaner spontan vom Hochschulgebäude auf dem Campus Nord: „Eine wunderbare Architektur, einladende Vorlesungs- und Seminarräume.“ In seinen Lehrveranstaltungen hat er das innovative Management, neue Ideen und aktuelle Geschäftsmodelle, insbesondere im Kontext der doch alles verändernden Digitalisierung vorgestellt. Die Studierenden waren mit Interesse dabei. Dekan Rössler: „Wir hoffen natürlich auch, dass unsere Gastwissenschaftler durch ihre Präsenz unseren Nachwuchs zu einem Auslandsaufenthalt animieren. Viele merken, dass es zum Beispiel mit der Sprache gar nicht so schwierig ist.“

Gelehrt wird in Englisch, was selbstredend auch dann möglich ist, wenn Studieninteressierte aus dem Ausland an die FH kommen. „Leider“, so Jeffrey Wehrung, „haben viele amerikanische Studenten Angst, nach Europa zu kommen“. Hier bleibt also noch eine Menge zu tun, um den beidseitigen Austausch zu fördern.     

Was nimmt der Süddakota-Gast aus Bielefeld sonst noch mit? Den Eindruck, dass Bielefeld eine sympathische Stadt ist, mit viel Grün, was ihn überrascht hat, „wir dachten, wir wären am Ende der Welt“. Und die Gewissheit, dass trotz anders lautender Vorurteile die Züge in Deutschland nicht immer pünktlich abfahren. Dennoch wird Wehrung mit seinen beiden Söhnen im Anschluss an seinen Aufenthalt an der FH Bielefeld per Bahn zu einem Kurztrip durch Deutschland und angrenzende Länder aufbrechen. Europa bleibt eine gute Adresse für die Gäste aus den Vereinigten Staaten.