FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
13.07.2022

Zwei FH-Projekte für innovative Hochschullehre bei „Freiraum 2022“ erfolgreich

Mit dem bundesweiten Programm fördert die Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ mehr als 200 Lehr- und Lernprojekte. Zwei Konzepte der FH Bielefeld für eine Sensibilisierung von Pflegestudierenden für gesundheitliche Folgen des Klimawandels sowie für den Einsatz von Game-Based-Learning wurden für die Förderung ausgewählt. 

Bielefeld/Minden (fhb). Die Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ hat die Ergebnisse der Ausschreibung „Freiraum 2022“ veröffentlicht: Insgesamt 204 innovative Lehr- und Lernprojekte mit einem Gesamtfördervolumen von 46 Millionen Euro wurden ausgewählt. Mit den Projekten „Planetary Health and Nursing – Konzeptentwicklung für das Pflegestudium“ sowie „Spiele-Framework für Digital Game Based Learning“ sind auch zwei Anträge der Fachhochschule (FH) Bielefeld im bundesweiten Förderprogramm erfolgreich. In beiden Projekten werden zukunftsfähige und zeitgemäße Lernformate entwickelt und erprobt. Beide Projekte werden mit jeweils rund 200.000 Euro gefördert.

Planetary Health and Nursing - Konzeptentwicklung für das Pflegestudium

Prof. Dr. Änne-Dörte Latteck lächelt in die Kamera
Prof. Dr. Änne-Dörte Latteck, Prodekanin des Fachbereichs Gesundheit

Am Fachbereich Gesundheit widmet sich das Projekt „Planetary Health and Nursing – Konzeptentwicklung für das Pflegestudium“ unter der Leitung von Prof. Dr. Änne-Dörte Latteck und Prof. Dr. Christa Büker den Auswirkungen des Klimawandels auf das Gesundheitssystem. Denn: Pflegende benötigen Wissen und Handlungskompetenzen, um die Herausforderungen des Klimawandels in der Versorgung von Patientinnen und Patienten zu bewältigen. Um professionell und nachhaltig zu agieren, müssen sie im Studium für die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels sensibilisiert und auf die zukünftigen Anforderungen der Praxis vorbereitet werden. Dafür werden vier innovative Lehr-Lernkonzepte für Pflegestudiengänge auf Bachelor- und Masterebene zum Zusammenhang von Klimawandel, Planetary Health und Pflege konzipiert und erprobt.

Spiele-Framework für Digital Game Based Learning

Am Campus Minden greifen die Informatik-Lehrenden Prof. Dr.-Ing. Carsten Gips und Birgit Christina George den Ansatz des (Digital) Game Based Learnings auf und wenden das Konzept auf die Hochschullehre an. Im Projekt wird ein Spiele-Framework, also ein Programmiergerüst, entwickelt, in dem Studierende die Akteure, Gegenstände, Räume und Spielmechaniken programmieren und sich damit ein individuelles Spiel erschaffen oder erweitern können. Außerdem soll das Framework Lehrenden die Möglichkeit bieten, eigenständig Level und fachbezogene Aufgaben („Quests") bereitzustellen. Beim Spielen gelangen die Studierenden erst in das nächste Level, wenn die Aufgabe durch Anwendung des fachlichen Wissens und der Techniken der jeweiligen Lehrveranstaltung korrekt gelöst wurde.  Damit Lehrende aller Fachgebiete geeignete Aufgaben interaktiv definieren können, soll unter anderem eine Beschreibungssprache (DSL) zum Programmieren der Spiellogik entwickelt werden.

Wissenschaftsministerin betont Innovationskraft und Leistungsstärke

Unter den bundesweit 204 Förderungen waren 45 Einzel- sowie zwölf Verbundanträge der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen erfolgreich – insgesamt erhalten die Hochschulen dafür eine Fördersumme in Höhe von 13,4 Millionen Euro. Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen: „Ich gratuliere den Hochschulen zu diesem großen Erfolg im bundesweiten Wettbewerb um innovative Lehr- und Lernprojekte. Die hohe Zahl der ausgewählten Anträge unterstreicht die Innovationskraft und Leistungsstärke des Hochschulstandorts Nordrhein-Westfalen. Mit den geförderten Maßnahmen können die Hochschulen die Qualität von Studium und Lehre weiter verbessern. Davon profitieren sowohl Studierende als auch Lehrende.“ (she)

Das Förderprogramm „Freiraum“ wurde 2022 zum ersten Mal ausgeschrieben. Es soll künftig jährlich innovative Lehr- und Lernprojekte an Hochschulen in Deutschland fördern; einen thematischen Schwerpunkt für die Antragstellung gibt es nicht. Die Förderung soll die Freiheit schaffen, neue Ideen für die Lehre zu entwickeln sowie experimentelle Konzepte zu erproben. Die Auswahl der Projekte erfolgte in einem wissenschaftsgeleiteten wettbewerblichen Verfahren durch Studierende sowie Vertreterinnen und Vertreter von Hochschulen, Bund und Ländern.

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