FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Häufig gestellte Fragen zum Berufspraktischen Jahr

Warum ein Berufspraktisches Jahr?

Die Fachhochschule Bielefeld hat wie zuvor in den Diplom- auch in den BA-Studiengängen das Berufspraktische Jahr (BJ) aufrechterhalten, weil es sich als qualifizierte Übergangsphase in den Beruf bewährt hat.

Es bietet die Möglichkeit, unter fachlicher Anleitung in einem längeren und strukturierten Prozess exemplarisch ein Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit bzw. Pädagogik der Kindheit intensiv kennen zu lernen, sich zu erproben und schließlich zu einem selbständigen, eigenverantwortlichen, reflektierten und professionellen Handeln zu gelangen.

Im Einzelnen geht es um das Erkennen und Einüben sozialarbeiterischen/sozialpädagogischen Handelns (Studiengang BA Soziale Arbeit) oder um das Erkennen und Einüben (sozial-)pädagogischen Handelns im Kontext Kindheit (BA Pädagogik der Kindheit), um das Verknüpfen von theoretischem Wissen und praktischem Handeln, um das Erlenen administrativer Vorgänge, um das Einüben konstruktiver Teamarbeit, um das Erlernen der Zusammenarbeit in Netzwerken, um die Weiterentwicklung der beruflichen Identität sowie um die kritische (Selbst-) Reflexion des beruflichen Handelns.

Zusammen mit dem erfolgreich abgeschlossenen Studium der Sozialen Arbeit (BA) oder der Pädagogik der Kindheit (BA) sowie dem Berufspraktischen Kolloquium bildet das Berufspraktische Jahr die Voraussetzung für die Staatliche Anerkennung (siehe auch Ordnungen zur Staatlichen Anerkennung unter Praxisportal).

In welchen Einrichtungen kann ich das Berufspraktische Jahr absolvieren?

Die Tätigkeitsfelder der Sozialen Arbeit sind äußerst vielfältig und einem ständigen Wandel unterworfen. Das breite grundlegende Studium am Fachbereich Sozialwesen eröffnet dabei vielfältige Chancen:  in der Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendgerichts- und Bewährungshilfe, der Erziehungshilfe, der Altenhilfe, der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen, der Sozialarbeit im Gesundheitswesen, der Schulsozialarbeit, in der beruflichen Fachberatung, im Fall- und Sozialmanagement, in der Kultur- und Medienarbeit, in der Migrationsarbeit, in der Beratungs- und Bildungsarbeit und in vielen anderen Tätigkeitsfeldern.

Zu den Tätigkeitsfeldern der Pädagogik der Kindheit gehören beispielsweise Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Ganztagsschulen, Frühfördereinrichtungen, Kinderheime, Kinderdörfer, Offene Kinderarbeit, Eltern-Kind-Gruppen, Projektarbeit (z.B. im Bereich Theater, Kunst, Musik), Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Familienbildungsstätten, Jugendämter, Mutter-Kind-Einrichtungen, Fachberatung sowie nationale oder internationale Kinderrechts- und Kinderschutzorganisationen.

Anstellungsträger für beide Bereiche sind u. a. öffentliche Träger, Verbände der freien Wohlfahrt, gemeinnützige Organisationen sowie private Träger.

Kann ich das Berufspraktische Jahr auch im Ausland ausüben?

Ja, eine Wahl der Praxisstelle im Ausland ist ebenfalls möglich, wenn die Voraussetzungen dem eines inländischen Berufspraktikums entsprechen. Bitte sprechen Sie in diesem Fall das Praxisreferat (Christiane Möcker) an, um genauere Details zu beraten.

Bei weiteren Fragen, z.B. zu Fördermöglichkeiten, können Sie sich außerdem  an das Akademische Auslandsamt wenden unter sandra.schoess@fh-bielefeld.de, Tel.: 0521/106-7764, Raum A227.

Wie ist mein rechtlicher Status während des Berufspraktischen Jahres?

Nach bestandener Abschlussprüfung bzw. am Ende des entsprechenden Semesters endet das Studium. Zuständig für die formelle Exmatrikulation ist der Studierendenservice der Fachhochschule. Mit der Exmatrikulation erlischt der studentische Status und die damit verbundenen rechtlichen und sozialen Absicherungen (z.B. die studentische Krankenversicherung, die studentische Haftpflichtversicherung, das Nutzungsrecht für das Semesterticket). 

Mit der Aufnahme einer versicherungspflichtigen Tätigkeit, zu der das Berufspraktische Jahr gehört, nehmen die Arbeitgeber die Meldung zu den Sozialversicherungen (Arbeitslosen-, Kranken-, Rentenversicherung) vor und führen Beiträge auf der Basis des gezahlten Entgelts ab.

Als Orientierung für das monatliche Arbeitsentgelt für BerufspraktikantInnen der Sozialarbeit/Sozialpädagogik/Kindheitspädagogik können die Ausbildungsentgelte TVPöD nach § 8 Abs. 1 TVPöD gelten.  Ab dem 01.02. 2017 beträgt das monatliche Bruttogehalt 1.726,21 Euro.
Bitte beachten Sie, dass sich das Monatsentgelt nach Tarifrunden verändern kann. Deshalb ist zu empfehlen sich z.B. unter "Öffentlicher Dienst Info -TVoeD-SuE-Praktikanten" über den aktuellen Betrag kundig zu machen.

Sofern sie im Anschluss an das Studium keine versicherungspflichtige Tätigkeit aufnehmen, müssen Sie für ihre soziale Absicherung, insbesondere Krankenversicherung, selbst sorgen.

Zur Sicherung Ihres Anspruchs auf Arbeitslosengeld beachten Sie bitte, dass Sie sich bei einem befristeten Arbeitsverhältnis - wie dem Berufspraktischen Jahr - spätestens drei Monate vor dessen Beendigung arbeitssuchend melden. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer zuständigen Arbeitsagentur.

Ist es möglich, auch während des BJ auf die IT-Dienstleistungen der FH zurückzugreifen?

Ja, um weiterhin über ein Mailkonto zu verfügen, sich in Ilias einloggen zu können oder Fboard-Nachrichten zu erhalten, reichen Sie bitte die entsprechende Einwilligungserklärung im Praxisreferat (bei Frau Christine Friedrich) ein. Sie finden sie im Internet unter Praxisportal-Berufspraktisches Jahr.

Wie finde ich eine Praxisstelle?

Es wird empfohlen, mit der Suche nach einer Praktikumsstelle rechtzeitig, etwa ein Jahr vor Beendigung des Studiums zu beginnen. Ihre Stelle suchen Sie sich selbst aus.

Zur Hilfestellung bietet das Praxisreferat

  • auf unserer Homepage unter Praxisportal-Praxisstellen eine Adressdatenbank  von Einrichtungen der Sozialen Arbeit oder Pädagogik der Kindheit, in denen in den letzten drei Jahren Berufspraktika abgeleistet wurden, sowie eine Aufstellung von mit unserem Fachbereich kooperierenden Einrichtungen mit Angaben zu Profilen und Praktikumsmöglichkeiten (über ILIAS einzusehen) eine Praxisbörse mit aktuellen Praktikums- und Stellenangeboten 
  • einen regelmäßigen Versand konkreter Praktikums- und Stellenangebote über fboard4
  • Praxisbesuche im Rahmen von Veranstaltungen
  • einen Praxistag mit Informations- und Aktionsständen von Einrichtungen der Sozialen Arbeit und Pädagogik der Kindheit, der alle zwei Jahre stattfindet
  • Tipps zur Bewerbung im Rahmen des Seminars „Und nach dem Studium …? – Zur erfolgreichen Gestaltung des Übergangs vom Studium in den Beruf“
  • und nicht zuletzt persönliche Beratung in den Sprechstunden von Christiane Möcker zur Praktikumswahl und Berufsorientierung.
Wie bewerbe ich mich auf eine Stelle?

Empfehlenswert ist, rechtzeitig damit zu beginnen, Ihre Bewerbungsmappe mit einwandfrei gestalteten Unterlagen zusammen zu stellen. Diese beinhaltet einen Lebenslauf, Ihr Studienabschlusszeugnis oder - wenn noch nicht vorhanden - Ihren Notenspiegel, der beim Prüfungsamt erhältlich ist, Ihre Praktikumsnachweise sowie ggfls. sonstige Leistungsnachweise.

Kernstück der Bewerbung ist das Anschreiben. Hier stellen Sie Ihre Motivation zur Bewerbung dar, geben Auskunft über Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten, insbesondere in Bezug auf die von der Einrichtung gestellten Anforderungen in der Stellenausschreibung oder in Bezug auf deren Selbstdarstellung.

Sinnvoll kann zunächst auch ein Telefonanruf sein. Er bietet sich dann an, wenn Sie ganz konkrete Fragen haben, wie z.B. nach der Möglichkeit eines Berufspraktischen Jahres. Zugleich können Sie dabei auch einen Eindruck gewinnen, ob das Anforderungsprofil der Einrichtung mit Ihren Fähigkeiten und Ihren Zielvorstellungen übereinstimmt und die gewonnenen Zusatzinformationen in die Bewerbungsunterlagen einarbeiten.

Was ist vor Beginn des BJ zu beachten?

Mit dem BJ können Sie beginnen, sobald Sie das Studium abgeschlossen haben. Es muss dann innerhalb von drei Jahren abgeschlossen werden.

Voraussetzung ist, dass das Berufspraktische Jahr je nach Studiengang in einem Bereich der praktischen Sozialen Arbeit oder im Bereich der praktischen Pädagogik der Kindheit unter fachlicher Anleitung erfolgt.

Der zeitliche Umfang umfasst 12 Monate in Vollzeit (d.h. mind. 38,5 Std./Woche), es kann auch in Teilzeit bei entsprechender Verlängerung der Dauer (mind. 19,25 Std./Woche über zwei Jahre) absolviert werden.

Haben Sie eine Stelle als BerufspraktikantIn gefunden, wählen Sie für Ihre Betreuung während Ihres Berufspraktikums eine hauptamtliche Dozentin oder einen hauptamtlichen Dozenten.

Anschließend beantragen Sie Ihr Berufspraktisches Jahr spätestens drei Wochen vor Beginn im Praxisreferat (bei Frau Christine Friedrich). Dazu benötigen Sie einen vollständig ausgefüllten Antrag auf Zulassung, der von Ihnen, der Praxisstelle sowie dem betreuenden Dozenten/der betreuenden Dozentin unterschrieben wird. Sie finden den Antrag online unter Praxisportal-Berufspraktisches Jahr.

Der nächste Schritt ist der auf Sie zugeschnittene Ausbildungsplan, der von der Praxisstelle in Absprache mit Ihnen für Ihr Berufspraktisches Jahr erstellt wird. Bitte informieren Sie sich über die Strukturierung dieses Plans, um vorbereitet zu sein und mitwirken zu können. Hinweise zur Strukturierung des Ausbildungsplans finden Sie auf unserer Homepage unter Praxisportal-Berufspraktisches Jahr. Dort erhalten Sie auch Hinweise zur Reflexion und Anleitung von (Berufs-) Praktika sowie Hinweise zum Berufspraktischen Jahr der Kindheitspädagogik.

Handelt es sich um eine Einrichtung, mit der die FH im Zusammenhang des Berufspraktikums bereits kooperiert, muss der Ausbildungsplan innerhalb des ersten Monats des BJ eingereicht werden.

Sollte es sich um eine "neue" Einrichtung handeln, ist es notwendig, eine ausführlichere Profilbeschreibung der Einrichtung sowie den Ausbildungsplan mindestens drei Wochen vor Beginn im Praxisreferat einzureichen.

Woran muss ich während des Berufspraktikums denken?

Um einen Theorie-Praxis-Transfer auch während des Berufspraktischen Jahres zu gewährleisten, d.h. in der Berufspraxis auftretende Fragestellungen aufzugreifen sowie Praxiserfahrungen zu reflektieren, wird Ihr Berufspraktisches Jahr von Fortbildungen im Umfang von 4 x 2 SWS, d.h. jeweils zwei Veranstaltungen pro Semester, begleitet. Hierbei kann es sich um wöchentlich stattfindende Seminare oder Blockveranstaltungen handeln. Der Fachbereich Sozialwesen bietet Ihnen dazu eine Reihe von Seminaren an. Zur besseren Transparenz und Übersichtlichkeit sind sie in einem gesonderten Programm "Begleitveranstaltungen zum Berufspraktikum" zusammengestellt (siehe online unter LSF). Es umfasst:

  • Angebote zur Supervision, Praxisbegleitung und -beratung  sowie
  • Lehrveranstaltungen zur fachwissenschaftlichen Ergänzung und Vertiefung aus den regulären Vorlesungsverzeichnissen, die für BerufspraktikantInnen geöffnet werden.

Darüber hinaus können auch andere geeignete Veranstaltungen aus dem Lehrangebot nach Rücksprache mit der/dem Lehrenden besucht werden. Empfehlenswert ist, in jedem Fall ein Angebot zur Supervision oder Praxisbegleitung wahrzunehmen, weil hier die Möglichkeit besteht, außerhalb und mit Distanz zur Praxis sowie gemeinsam mit anderen Absolventinnen und Asolventen im Berufspraktischen Jahr das eigene professionelle Handeln, die Praxiserfahrungen, das Berufsprofil sowie Problemsituationen zu reflektieren und kollegial zu unterstützen.

Für den Nachweis benutzen Sie bitte den Vordruck "Fortbildungsnachweis zum Berufspraktischen Jahr", den sie unter Praxisportal - Berufspraktisches Jahr erhalten.

Wenn das Berufspraktisches Jahr nicht in Bielefeld oder der näheren Umgebung absolviert wird, können das E-Learning Begleitseminar an unserem Fachbereich oder auch Seminare im o.g. Sinne an anderen Fachhochschulen, Universitäten oder Weiterbildungsinstituten im Umfang von 4 x 2SWS bzw. 100 Fortbildungsstunden wahrgenommen werden.

Bitte beachten Sie: Nehmen Sie externe Fortbildungen wahr, sprechen Sie diese bitte im Vorfeld der Veranstaltung mit dem Praxisreferat (mit Christiane Möcker) ab, indem Sie die jeweiligen Ausschreibungstexte via Email zusenden. Nach Prüfung erhalten Sie eine schriftliche Benachrichtigung über die Anerkennung oder Nichtanerkennung im Rahmen des Berufspraktischen Jahres. Die Teilnahme lassen Sie sich bitte dann nach Ablauf der Fortbildung durch eine formlose Bescheinigung der Weiterbildungseinrichtung mit Angabe des Zeitraumes, der Anzahl der Fortbildungsstunden sowie den Inhalten bestätigen. Diese reichen sie dann mit der Anmeldung zum Berufspraktischen Kolloquium im Praxisreferat (bei Christine Friedrich) mit ein.

Wie sieht die Betreuung während des Berufspraktischen Jahres aus?

Neben dem bereits erwähnten Angebot an Fortbildungen werden Sie von einer hauptamtlichen Lehrperson unseres Fachbereichs, die Sie selbst auswählen, begleitet. Nach gemeinsamer Absprache kann die Begleitung inhaltlich/fachliche Elemente (z.B. in Bezug auf Erwartungen an das BJ, Theorie-Praxis-Transfer, fachliche Herausforderungen in der Praxis, institutionelle und/oder politische Rahmenbedingungen) ebenso wie Beratung in Bezug auf Probleme und Konflikte umfassen. Auch die zeitliche Strukturierung der individuellen Begleitung sprechen Sie bitte mit der Lehrperson ab. So kann es beispielsweise 1x im Monat, alle 2 Monate  oder auch vierteljährlich telefonischen oder persönlichen Kontakt geben; oder es wird ein regelmäßiger Kontakt verbunden mit der Teilnahme an einem Angebot der Lehrperson zur Supervision oder Praxisberatung für BerufspraktikantInnen verabredet  oder bei Bedarf ein Praxisbesuch vereinbart.

Parallel dazu steht Ihnen das Praxisreferat für formale (Christine Friedrich) oder inhaltliche (Christiane Möcker) Fragen oder bei der Klärung von möglichen Problemen zur Verfügung. 

Muss auch im Rahmen des Berufspraktikums ein Praxisbericht geschrieben werden?

Ja, zum erfolgreichen Abschluss des Berufspraktischen Jahres gehört ein Praktikumsbericht, dessen Ziel ist, eine Verknüpfung zwischen Theorie und Praxiserfahrungen herzustellen.  

Die genauen Inhalte besprechen Sie bitte mit Ihrer Dozentin/Ihren Dozenten. Darüber hinaus können Sie auf die Arbeitshilfe  zum Praxisbericht für das Berufspraktische Jahr zurückgreifen, die Sie unter Praxisportal-Berufspraktisches Jahr erhalten.

Erfolgt am Ende des Berufspraktikums ein Kolloquium?

Ja, das Berufspraktische Kolloquium wird  innerhalb der letzten drei Monate des Berufspraktikums durchgeführt. Notwendig ist dafür eine fristgerechte Anmeldung.

Die Anmelde- und Prüfungszeiten erfahren Sie auf unserer Homepage unter Praxisportal-Berufspraktische Kolloquien. Der konkrete Kolloquiumstermin wird Ihnen per Post zugesandt.

Die Anmeldung umfasst folgende Unterlagen:

  • Anmeldeformular
  • Praxisbericht in Form einer Ausfertigung mit persönlicher Unterschrift
  • Fortbildungsnachweis (insgesamt 2 x 4 SWS bzw. 100 Fortbildungsstunden; bei externen, vorab anerkannten Fortbildungen entsprechende Teilnahmebescheinigungen)
  • Vorläufige Beurteilung der Praxisstelle in zweifacher Ausfertigung,  mit Einschätzung über das Erreichen der Ausbildungsziele entsprechend dem Ausbildungsplan, über den voraussichtlich erfolgreichen Abschluss des Berufspraktischen Jahres sowie über die Eignung zur Ausübung des Berufes als BA-Sozialarbeiter/in / BA-Kindheitspädagoge/in mit der Empfehlung zur Staatlichen Anerkennung.

Bitte achten Sie darauf, dass alle erforderlichen Formulare und Unterlagen vollständig ausgefüllt sind, da sonst eine Bearbeitung nicht möglich ist.

Was ist nach Abschluss des Berufspraktikums zu bedenken?

Sobald Sie Ihr Berufspraktisches Jahr und das Kolloquium erfolgreich abgeschlossen haben, stellen Sie einen Antrag auf Staatliche Anerkennung, dem Sie bitte folgende Unterlagen beifügen und im Praxisreferat (bei Frau Christine Friedrich) einreichen:

  • ein nicht mehr als drei Monate altes erweitertes Führungszeugnis des Bundesamtes für Justiz in einfacher Ausführung
  • Kopie des abschließenden arbeitsrechtlichen Zeugnisses der Praxisstelle über das Berufspraktische Jahr (nicht älter als 4 Wochen nach Beendigung desselben) aus dem mindestens folgende Angaben hervorgehen:
    Aufgaben und Tätigkeiten, erworbene fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten, erfolgreicher Abschluss des Berufspraktischen Jahres,  Eignung für die Ausübung des Berufs sowie Empfehlung der Staatlichen Anerkennung.
  • Kopien von Sondergenehmigungen (z. B. Befreiung, Verkürzung)

Nach Bearbeitung Ihrer Unterlagen (ca. 4-6 Wochen) erhalten Sie Ihre Urkunde über die Staatliche Anerkennung per Post zugesandt.

Gibt es Sonderregelungen im Zusammenhang des Berufspraktischen Jahres?

Ja, in folgenden Fällen:

  • Verkürzung des Berufspraktischen Jahres
    Sollten Sie vor Abschluss des BJ eine schriftliche Zusage zur Weiterbeschäftigung beim selben Arbeitgeber oder eine Neueinstellung bei einem anderen Arbeitgeber bekommen, können Sie das BJ auf Antrag um bis zu max. 3 Monate verkürzen. (Siehe dafür das entsprechende Infoblatt unter Praxisportal- Berufspraktisches Jahr)
  • Befreiung vom Berufspraktischen Jahr
    Voraussetzung für eine Befreiung ist a) eine vor dem Studium abgeleistete mindestens dreijährige pädagogische Ausbildung, die bereits zu einer Staatlichen Anerkennung geführt hat sowie b) eine nach dem Studium erfolgte mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit im Feld der Sozialen Arbeit oder Kindheitspädagogik. (Siehe dafür das entsprechende Infoblatt unter Praxisportal- Berufspraktisches Jahr)
  • Das Berufspraktische Jahr im Rahmen einer Tätigkeit als SozialarbeiterIn/SozialpädgogIn/PädagogIn
    In begründeten Ausnahmefällen kann die Ableistung des Berufspraktischen Jahres im Rahmen einer Tätigkeit als SozialarbeiterIn, SozialpädagogIn oder PädagogIn abgeleistet werden. (Siehe dafür das entsprechende Infoblatt unter Praxisportal- Berfufspraktisches Jahr)
  • Fristverlängerung zur Ableistung des Berufspraktischen Jahres
    Sollte in begründeten Fällen das Berufspraktische Jahr nicht innerhalb der Dreijahresfrist abgeleistet werden können, kann ein Antrag auf Fristverlängerung gestellt werden. Erhältlich ist dieser auf unserer Homepage unter Praxisportal-Berufspraktisches Jahr.
Wenn ich noch Fragen habe …

Für alle Fragen rund um das Berufspraktische Jahr steht das Praxisreferat gerne zur Verfügung. Dort bekommen Sie Informationen, Beratung und Unterstützung, Entscheidungs- und Orientierungshilfen.