FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Qualifizierungsbereiche

Zusätzlich zum regulären Studienangebot können Sie zur Vertiefung bestimmter Aspekte der Lehre Qualifizierungsbereiche wählen. Wenn Sie erfolgreich Ihren Qualifizierungsbereich studieren, profilieren Sie sich innerhalb Ihres Bachelorstudiums. Das erweitert Ihren Horizont und verbessert möglicherweise auch Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. In den BA-Studiengängen Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit (PdK) stehen folgende Qualifizierungsbereiche zur Wahl:


Global Social Work (GSW)

In diesem Schwerpunkt können Sie über die üblichen Lehrinhalte am FB 4 hinaus spezifisch Qualifikationen für eine globale Soziale Arbeit erwerben. Sie erhalten am Ende des Studiums ein Zertifikat, das diese Zusatzkompetenzen bescheinigt.

Inhaltlich bereitet der Schwerpunkt auf eine globale Perspektive des Sozialen vor. Es werden Kenntnisse zu weltweiten Migrationsprozessen, zur Sprachvielfalt, Transkulturalität,  Geschlechterverhältnissen, Diskriminierungs- und Rassismuskritik, Theorien und Erfahrungen aus anderen Hemisphären, sowie zur Geschichte der Kolonisierungsprozesse und der vielfältigen Verflechtungen und Differenzen zwischen Nationen, Regionen und Gruppen vermittelt. Zentraler Bestandteil des Schwerpunktes ist die Vorbereitung auf die jeweilige Region, Erweiterung der Analyse gesellschaftlicher und ökonomischer Verhältnisse und Selbstreflexionskompetenz sowie die damit einhergehende Fähigkeit sich partiell in andere Lebenszusammenhänge hineinzudenken um sich auf die Auslandserfahrungen vorbereiten zu können. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ist faktisch zwei- bzw. mehrsprachig: Man kommuniziert mit mehr als einer Sprache, um im Alltag zurechtzukommen. Das ist heute Normalität. Theorien zur Mehrsprachigkeit werden vorgestellt und dargelegt wie die Identitätsbildung gesteuert ist von Konstellationen des Erwerbs von Mehrsprachigkeit.

Nach der Rückkehr erfolgt eine ausführliche Auswertung der Erfahrungen.



Kultur und Medien (KuM)

Der Qualifizierungsbereich KUM wendet sich an Studierende, die ein besonderes Interesse an der Vertiefung ihrer kultur-, theater- und medienpädagogischen Kenntnisse haben und/oder eine berufliche Perspektive in dem Kultur- und Mediensektor in der Sozialen Arbeit oder Pädagogik der Kindheit entwickeln möchten. Zusätzlich zum BA erhalten die Teilnehmer*innen des Qualifizierungsbereiches KUM ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme.

Zugelassen werden Studierende, die mindestens noch eine Studiendauer von drei Semestern vor sich haben. Start ist in der Regel das 3. Semester. Mit den Bewerber*innen wird ein Aufnahmegespräch über einen eigenen künstlerischen oder medialen Prozess und über die persönlichen Vorstellungen und Zielsetzungen geführt. Zu belegen sind bis zum Abschluss mindestens funf Veranstaltungen im Bereich Kunst, Theater, Kultur und Medien, davon drei Praxisseminare bzw. die ausdrucklich fur KUM ausgewiesenen Lehrveranstaltungen. Voraussetzung ist weiterhin, dass das Modul P2-Projekt mit einem entsprechenden kulturellen oder medienbezogenen Schwerpunkt durchgeführt wird und auch die Bachelorarbeit sich mit spezifischen Fragestellungen aus dem Qualifizierungsbereich auseinandersetzt.


Wenn Sie sich fur den Qualifizierungsbereich KUM bewerben möchten, sind derzeit folgende  Lehrende zuständig:

Prof. Thomas Henke (thomas.henke@fh-bielefeld.de)
Prof. Dr. Ingrid Hentschel (ingrid.hentschel@fh-bielefeld.de)
Prof. Susanne Ring (susanne.ring@fh-bielefeld.de)

Die Anmeldung (Aufnahmegespräch) fur den Qualifizierungsbereich KUM erfolgt zu Semesterbeginn. 
KUM ist im BA Soziale Arbeit studierbar in Modul H, im BA Pädagogik der Kindheit studierbar in Modul I. KUM kann mit dem P-2 Projekt im 3. Semester begonnen werden.

 

Methoden der empirischen Sozialforschung

Der Qualifizierungsbereich "Methoden der empirischen Sozialforschung" wendet sich an Studierende in den Studiengängen Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit, die im Rahmen ihres BA-Studiums vertiefte Kenntnisse der qualitativen und quantitativen Sozialforschung erwerben möchten. Die Qualifizierung fördert Fähigkeiten zur Beurteilung und zum Umgang mit empirischen Studien (z. B. Evaluationen, Fallanalysen, Sozialberichte, Statistiken), die im Rahmen der pädagogischen und sozialarbeiterischen Berufsfelder von fachlicher Relevanz sind, sowie Kompetenzen zur Durchführung eigener Studien.

Zusätzlich zum BA erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Qualifizierungsbereiches ein Zertifikat, mit dem die erfolgreiche Teilnahme bescheinigt wird und das zugleich den Nachweis über 12,5 ECTS enthält. Das Zertifikat über die Qualifizierung in "Methoden der empirischen Sozialforschung" kann insbesondere zum Nachweis von Methodenkenntnissen genutzt werden, die zur Bewerbung für einige Masterstudiengänge vorausgesetzt werden.

Um den Qualifizierungsbereich "Methoden der empirischen Sozialforschung" erfolgreich abzuschließen, sind fünf dafür ausgewiesene Veranstaltungen zu qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden im Umfang von insgesamt 10 SWS zu belegen, davon jeweils mindestens zwei Seminare (4 SWS) im Bereich der qualitativen und zwei Seminare (4 SWS) der quantitativen Sozialforschung. In jeder dieser fünf Veranstaltungen, die in den Vertiefungs- und Profilmodulen der Studiengänge angeboten werden, ist ein Leistungsnachweis zu erbringen. Eine dieser Leistungen stellt eine Hausarbeit (10-15 Seiten) in Form einer eigenen kleinen qualitativen oder quantitativen Studie dar. Voraussetzung ist weiterhin, dass in der Bachelorarbeit Methoden der empirischen Sozialforschung angewendet werden.