FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Lebenswelten-Projekt des FB publizierte die Märzausgabe der ILA mit dem Thema: Menschenrechte in Lateinamerika

ILA Inhalte

Frau Prof. Dr. Giebeler hat gemeinsam mit Studierenden ihres Projektes die Zeitschrift gestaltet. In einem  Einleitungsbeitrag zu Die Doppelgesichtigkeit der mexikanischen Demokratie: Verschwundene, Massengräber und Korruption werden Strukturen des mexikanischen Systems analysiert, die es ermöglichen, dass in einer ökonomisch aufstrebenden, demokratisch verfassten Gesellschaft Massenmorde ungesühnt bleiben. Laut ihrer Analyse ist es die die gesamte Gesellschaft durchziehende Korruption, die es möglich werden lässt, dass politische Organe mit den Mafiaorganisationen der Kartelle zusammenarbeiten und unliebsame Menschen verschwinden. In weiteren Beiträgen haben die Studierenden ihre eigenen Feldforschungen in verschiedenen Migrationsherbergen in Mexiko vorgestellt.
Kristina Roth, Josephine Jerke und Lisa-Marie-Rüther stellen in ihrem Beitrag Seguimos caminando...Drei Geschichten von Migranten aus Guatemala, El Salvador und Äthiopien die Lebensgeschichten dreier Männer vor.
Sarah Möbius diskutiert am Beispiel der ebenfalls von ihr erhobenen Lebensgeschichte einer Frau im Beitrag Amerikanischer Traum vs. mexikanische Realität. Zentralamerikanische Migrantinnen auf ihrem Weg durch Mexiko die Erfahrungen von Frauen auf dem Weg - der bis vor Kurzem auf dem mittlerweile berühmt-berüchtigten Zug, der "Bestie" Richtung USA eingeschlagen wurde.
Elena Richter, Sarah Wollweber, Lisa-Marie Rüther und Josephine Jerke reflektierten das von der Studierenden-Gruppe der FH Bielefeld besuchte Tribunal der Völker - Kapitel Mexiko im November 2014 zu den Themen der Vorgeschichte des ethischen Tribunals nach Leo Bassi und den Feminicidios. Rosa Lehmann berichte von den Menschenrechtskämpfen im Süden Mexikos um die Installation der Windparks mit dem Titel Wind oder Würde, der ergänzt wird durch die Beobachtung einer "consulta", einer vom Staat vorgeschriebenen, aber erstmalig durchgeführten Befragung von Cornelia Giebeler Kann grüne Ökonomie Menschenrechte verletzen? Die consulta am 5. Februar 2015 in der heroischen Stadt Juchitan De Zaragoza. Interviews ergänzen das Heft, so zum Beispiel das von Lisa Marie-Rüther und Josephine Jerke mit dem katholischen Priester und Menschenrechtsverteidiger Pater Thomás Gonzalez Castillo zur neuen Grenzpolitik, dem "Plan Sur" im Süden Mexikos Eine tickende Zeitbombe?.
Ein weiteres Interview von Marie Brückmann, Ann-Cathrin Mildner und Elena Richter mit einem Umweltaktivisten Karawane für ein neues Mexiko? thematisiert die ökologische Zeitbombe, die auch in Mexiko tickt.
Peter Clausing schlägt die Brücke zu Deutschland mit seiner Thematisierung Deutsche Firmen in Mexiko: Bergbau, Windparks, Pflanzengifte, Waffen, Gaby Küppers berichtet von der Agenda Menschenrechte der Europaabgeordneten Nur nicht lockerlassen! und Carola Hausotter erläutert die langjährige Arbeit der Menschenrechtskoordination Mexiko Lobby für Menschenrechte. Weitere Beiträge, Berichte und Hintergründe ergänzen das Heft, so dass hier ein leicht zugänglicher Einblick in die komplexe Thematik der Menschenrechtsverletzungen und Menschenrechtsarbeit in Mexiko möglich wird.