FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Publikationen - Neuerscheinungen

Im Diskurs um gesundheitliche Chancen(un)gerechtigkeit scheint aus Perspektive
der Sozialen Arbeit zunächst einmal die Frage nach dem individuellen Leidensdruck
der Menschen ein plausibler Ausgangspunkt. Der Sozialen Arbeit obliegt
es die Gesundheitschancen, ihren Prinzipien sozialer Gerechtigkeit, gemeinsamer
Verantwortung und Achtung von Vielfalt (IFSW, 2014) nachkommend, kritisch zu
hinterfragen, mit dem Ziel Menschen dahingehend zu stärken »existenzielle Herausforderungen

zu bewältigen und das Wohlergehen zu verbessern« (ebenda).

in:neue praxis. Zeitschrift für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Sozialpolitik.47.Jahrgang, Heft 5. Seite 401-419.

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Erika Schulze/ Susanne Spindler: Schule als sicherer Ort. Flucht als Herausforderung für Soziale Arbeit in der Schule

Der Schulbesuch gefl üchteter Kinder und Jugendlicher ist ein nach der UN-Kinderrechtskonvention verbrieft es Recht. Zudem kann die Schule für die Kinder zum Ort der Bewältigung ihrer schwierigen Lebenslage werden. Daher ist sie in ihrer Bedeutung als „sicherer Ort“ aufgerufen. Auf der Basis empirischen Materials aus einem Lehrforschungsprojekt werden die besondere Rolle und die Möglichkeiten der Schulsozialarbeit im Fluchtkontext herausgearbeitet und die Perspektiven der verschiedenen Beteiligten auf Schule und Bildung rekonstruiert.

In: Die Deutsche Schule, Heft 3/2017 (Flucht und Bildung), S. 248-259.

Gebrande, Julia/ Melter, Claus/ Bliemetsrieder, Sandro (Hrsg.) (2017): Kritisch ambitionierte Soziale Arbeit. Intersektional praxeologische Perspektiven.

In diesem Buch soll ein bestimmtes Verständnis, eine Ausrichtung einer kritisch ambitionierten Sozialen Arbeit aus praxeologischer Perspektive beschrieben und in konkreten Arbeits- und Handlungsfeldern angewandt werden. Dabei stehen Fragen von Diskriminierungs- und Herrschaftskritik sowie von Gerechtigkeits- und Menschenrechtsorientierung im Zentrum unserer Konzeption einer kritisch ambitionierten Sozialen Arbeit. Weinheim/ Basel: Beltz/ Juventa

Diana Auth: Gender and Family in European Economic Policy: Developments in the New Millennium, Basingstoke: Palgrave Macmillan 2017

Content: This collection explores how pioneering gender equality policies have shaped women's economic presence in Europe since 2000. Equal pay policies, parental leave reforms, corporate quotas and electoral quotas have raised pressing questions about the effectiveness in promoting equal participation, as researchers quote both quantitative improvement in gender diversity and qualitative lag in cultural change. The chapters in this book present interlocking cross-national and cross-policy comparisons of the three most controversial reforms: equal pay, parental leave, and quotas for political representatives. The contributors address the cultural context in which reforms arose, internally contradictory policies, and the relative effectiveness of fast-track quotas and incentives compared to long-term efforts to change the overall culture of gender. This critical examination of the new millennium's groundbreaking gender policies will appeal to academics and practitioners interested in the progress of gender equality in the economic, political, and social welfare fields.

Link: https://www.palgrave.com/de/book/9783319415123

Diana Auth: Pflegearbeit in Zeiten der Ökonomisierung. Wandel von Care-Regimen in Großbritannien, Schweden und Deutschland. Münster: Westfälisches Dampfboot 2017

Inhalt: Durch den demographischen Wandel und die Zunahme der Pflegebedürftigen, den Rückgang familiärer Pflegepotentiale sowie den Fachkräftemangel in der Pflege geraten die nationalen Care-Regime unter Druck. Hier setzt die Vergleichsstudie von Diana Auth an. Sie zeichnet die pflegepolitischen Ökonomisierungsprozesse in Großbritannien, Schweden und Deutschland nach und nimmt deren Auswirkungen auf die familiäre und berufliche Pflegearbeit in den Blick.

Link: http://www.dampfboot-verlag.de/shop/artikel/pflegearbeit-in-zeiten-der-oekonomisierung

Gertrud Siller (2017): Zur Inanspruchnahme von Supervision – ein rekonstruktiver Forschungszugang

Der Beitrag stellt Eckpfeiler rekonstruktiver Forschungsverfahren in der Supervisionsforschung vor, die z.B. bei Fragen zur Inanspruchnahme von Supervision ihre Anwendung finden. Sie ermöglichen einen hohen Differenzierungsgrad der Erkenntnisse über die Nutzung von Supervision im Rahmen unterschiedlicher Arbeitsfelder.

In: Wolfgang Mertens/Andreas Hamburger (Hrsg.): Supervision - Konzepte und Anwendungen. Band 2: Supervision in der Ausbildung. Stuttgart: Kohlhammer, 113-123

Prof. Dr. Ingrid Hentschel - Theater zwischen Ich und Welt

Theater für Kinder und Jugendliche – ebenso wie von und mit ihnen – erweist sich vor dem Hintergrund kultur- und theatertheoretischer Reflexionen als Seismograf gesellschaftlicher Verschiebungen zwischen den Generationen und deren jeweiligen Weltverhältnissen. Der Band versammelt erstmals Ingrid Hentschels wichtigste Beiträge zu den Entwicklungen und Formaten sowie zur Theorie und Praxis des Kinder- und Jugendtheaters seit den 1980er Jahren.

Erika Schulze (2016): "... und dann heißt es, eure Kinder machen die Inklusion kaputt." Antiziganismus in pädagogischen Handlungsfeldern

In: Stender, Wolfram (Hrsg.): Konstellationen des Antiziganismus. Theoretische Grundlagen, empirische Forschung und Vorschläge für die Praxis. Wiesbaden: Springer VS

Altenhöner, T., Köhler, M., Philippi, M. (2016). The Relevance of Maternal Socioeconomic Characteristics for Low Birth Rate – a Case-Control Study. Geburtshilfe und Frauenheilkunde, 76(3), 248-254.
Micus-Loos, Christiane/Plößer, Melanie/Geipel, Karen/Schmeck, Marike (2016): Normative Orientierungen in Berufs- und Lebensentwürfen junger Frauen.

‚Das Leben ist kein Ponyhof‘... Der Band untersucht die Zusammenhänge von Geschlechteridentitäten und beruflichen Orientierungen und Lebensplanungen junger Frauen. Er verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen sich Schülerinnen am Übergang Schule – Beruf/Studium konfrontiert sehen. Die Ergebnisse der qualitativen empirischen Studie zeigen, welche Aspekte jungen Frauen in ihren Lebensentwürfen wichtig sind, und dass es in Berufsfindungsprozessen immer auch darum geht, normative Anforderungen an (Geschlechter-)Identitäten zu bearbeiten.

Wiesbaden: Springer VS.

Ekinci, Yüksel und Günesli Habib (2016) Studie zur Mehrsprachigkeit im Alltag von Schule und Unterricht in Deutschland

Die Autoren erhoben im Zeitraum von August 2014 bis Ende März 2015 mittels einer Online-Befragung deutschlandweit Daten von Lehrkräften aller Schulformen zur Mehrsprachigkeit im Alltag von Schule und Unterricht. Die Studie dient als Momentaufnahme der Mehrsprachigkeit an deutschen Schulen. Sie ermöglicht einen Einblick in die Einstellungen und Wünsche der Lehrkräfte sowie die Handlungsräume und Ressourcen der Schulen im Umgang mit sprachlich heterogenen Lern(er)gruppen. Die Ergebnisse führen vor Augen, dass Mehrsprachigkeit schon lange schulischer Alltag und Unterrichtsrealität ist.