FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Bachelorstudiengang

Soziale Arbeit (Teilzeit)

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Studienabschluss:
Bachelor
Studienmodell:
Teilzeitstudiengang
Zulassungsbeschränkung:
ja (auslaufender Studiengang: nur noch ein Studiengangs- bzw. Hochschulwechsel in ein höheres Fachsemester möglich)
Studiendauer:
9 Semester
Studienbeginn:
Sommersemester
Letzte Einschreibung:
auslaufender Studiengang: nach dem Sommersemester 2018 keine Einschreibung mehr im 1. Fachsemester möglich
Studienort:
Bielefeld
Fachbereich:
Zugangsvoraussetzungen

Abitur bzw. Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung sowie drei Monate Grundpraktikum vor Aufnahme des Studiums (siehe blaue Downloadbox). Für ein Teilzeitstudium sind außerdem besondere Familienpflichten nachzuweisen.

Besondere Familienpflichten sind gegenüber den üblichen Aufgaben, die im familiären Zusam­menleben normalerweise bestehen, besondere Belastungen in zeitlicher oder sonstiger Hinsicht. Sie können sich im eigenen Haushalt oder in dem des (Lebens-)Partners oder der (Lebens-)Partnerin sowie z. B. gegenüber Eltern oder Schwiegereltern ergeben.

Einige Beispiele dazu:

Bei der Kindererziehung
-    eines Kleinkindes (in der Regel bis zu drei Jahren) oder
-    eines behinderten bzw. chronisch kranken Kindes oder
-    als Alleinerziehende oder Alleinerziehender (bis ca. zum Beginn der Schulpflicht).

Bei der häuslichen Pflege bzw. Versorgung erwachsener Angehöriger
-    mit einer Pflegestufe oder
-    mit dem Anspruch auf Betreuungsleistungen gegenüber der Pflegekasse oder dem Sozialamt.

Ob besondere Familienpflichten bestehen, entscheidet nach Prüfung der Studierendenservice der Hochschule im Zuge der Einschreibung. In Zweifelsfällen hält der Studierendenservice Rücksprache mit dem vor­sitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses des Fachbereichs Sozialwesen.

Nachweis durch geeignete Unterlagen
Geeignete Unterlagen sind solche Dokumente, die dem Studierendenservice ermöglichen, ohne weitere Nachforschungen festzustellen, dass besondere Familienpflichten bestehen.

Geeignet zum Nachweis können z. B. sein:
-    bei der Kindererziehung Geburtsurkunden, ärztliche Zeugnisse oder behördliche Bescheide,
-    bei der häuslichen Pflege bzw. Versorgung erwachsener Angehöriger Bescheide der Kranken- oder Pflegekassen oder der Sozialämter, ärztliche Bescheinigungen oder Bescheide des Versorgungsamtes.

 

Alle Zugangsmöglichkeiten (mit Fach-/Abitur, mit ausländischen Zeugnissen, mit beruflicher Qualifikation, Studiengangs-/Hochschulwechsel etc.) finden Sie unter dem Punkt „Bewerbung“ (grüner Button).

Studienziele

Die erworbenen wissenschaftlichen Kenntnisse und Methodenkompetenzen wie auch die begleiteten Praxisanteile qualifizieren zu selbstständigem beruflichen Handeln in den Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit. Das Studium reflektiert gesellschaftliche Verhältnisse und thematisiert Veränderungsmöglichkeiten auf sozialer, institutioneller und struktureller Ebene. Es vermittelt die notwendigen fachlichen Kompetenzen, um u.a. lebensweltliche Zusammenhänge beschreiben und analysieren zu können sowie Handlungsoptionen zu entwickeln.

Studienverlauf

Der Teilzeitstudiengang Soziale Arbeit wird für Studierende angeboten, die besondere familiäre Belastungen haben. Der Teilzeitstudiengang soll dem Aspekt „familienfreundliche Hochschule“ Rechnung tragen, indem er ein Studienmodell bietet, das die Vereinbarkeit von Familie und Studium verbessert. Die Inhalte aus dem Vollzeitstudium werden über neun Semester verteilt angeboten.

  • Die Studierenden stellen aus den Lehrangeboten nach ihren Interessen in den vorgegebenen Modulen ihren individuellen Stundenplan und Studienverlauf zusammen.
  • In den ersten sieben Semestern werden Lehrveranstaltungen der Grundlagenmodule belegt. Diese vermitteln ein Wissen sozialer Zusammenhänge und sozialarbeiterischer Interventionsmuster.
  • Die Profile (7. bis 9. Semester) ermöglichen eine vertiefende Analyse sozialer Zusammenhänge sowie handlungsfeldbezogene Spezialisierungen.
  • Durch Praxisphasen, die in Seminaren und dem dreisemestrigen Praxisprojekt vorbereitet und begleitet werden, wird das Studium eng mit der Berufspraxis verzahnt.
  • In der Bachelorarbeit setzen sich die Studierenden mit einem von ihnen gewählten Thema unter einer sozialwissenschaftlichen Perspektive auseinander.
  • Um die staatliche Anerkennung zu erlangen, folgt nach dem Studium ein berufspraktisches Jahr.
Studieninhalte

Der Studiengang Soziale Arbeit folgt einem interdisziplinären Ansatz. Die Lehre erfolgt in Modulen, die multidisziplinär besetzt sind;

  • themen-, berufsfeld- oder problembezogen organisiert sind;
  • Inhalte verschiedener Disziplinen (Kulturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften, Pädagogik, Sozialarbeitswissenschaften, Sozialmedizin, Psychologie, Sozialmanagement) verbinden;
  • Theorie und Praxis verzahnen.

 

Grundlagen (1. – 7. Semester)
A. Sozialarbeitswissenschaftliche Grundlagen
B. Gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen
C. Humanwissenschaftliche und medizinische Grundlagen der Sozialen Arbeit
D. Kulturwissenschaftliche Grundlagen der Sozialen Arbeit
E. Rechtliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen der Sozialen Arbeit
F. Sozialarbeitswissenschaftliche Vertiefung

Profile (7. – 9. Semester)
zur Auswahl:
G. Heterogenität und soziale Ungleichheit
H. Kultur, Bildung und Erziehung
I. Prävention, Intervention und Rehabilitation

Praxisphase 1 (1. und 2. Semester):
P 1 Praktikum: 30 Arbeitstage über zwei Semester

Praxisphase 2 (3. – 5. Semester):
P2 Praxisprojekt: 60 Arbeitstage über drei Semester

Abschluss (9. Semester)
J. Bachelorarbeit und Kolloquium

Um die staatliche Anerkennung zu erlangen, folgt nach dem Studium ein berufspraktisches Jahr.

Berufsfelder

Die Tätigkeitsfelder der Sozialen Arbeit sind vielfältig und ständigem Wandel unterworfen. Die breite und grundlegende Ausbildung am Fachbereich Sozialwesen qualifiziert für vielseitige Handlungsfelder z. B.: Kinder und Jugendarbeit, Familienhilfe, Gesundheit, Straffälligkeit, Beratungs- und Bildungsarbeit, Internationale Soziale Arbeit, Arbeit mit alten Menschen, Klinische Sozialarbeit, Inklusive Soziale Arbeit, Soziale Arbeit unter den Bedingungen von Flucht und Migration, Schulsozialarbeit, Kultur- und Medienarbeit, Fall- und Sozialmanagement, genderbezogene Handlungsfelder und Diversity-Projekte. Fachkräfte der Sozialen Arbeit sind als Angestellte, Beamte oder freiberuflich tätig. Anstellungsträger sind u.a. Behörden, Verbände der freien Wohlfahrtspflege, gemeinnützige Organisationen oder private Träger.

Qualifizierungsbereiche

Ab dem siebten Semester können zusätzlich spezifische Kompetenzen in folgenden Qualifizierungsbereichen erworben werden:

  • Global Social Work/Interkulturelle Kompetenzen
  • Kultur und Medien
  • Empirische Sozialforschung
Ausstattung des Fachbereichs

Neben den Seminarräumen und Hörsälen stehen den Studierenden für Lehre und Selbststudium Computerräume und Medieneinrichtungen, Spezialräume für Theater, bildende Kunst und Musik sowie weitere Forschungs- und Bildungswerkstätten zur Verfügung. Die Bibliothek unterstützt das Studium mit einem aktuellen Fach- und Zeitschriftenbestand. Die Universitätsbibliothek ist in unmittelbarer Nähe ebenfalls nutzbar. Die Studierenden haben zudem Zugriff auf die Internet-Lernplattform der Hochschule.

Weiterführendes Masterangebot

Am Fachbereich kann konsekutiv der Masterabschluss (M.A.) im Studiengang Angewandte Sozialwissenschaften in vier Semestern absolviert werden.

Bielefeld als Studienort

Der Hochschulstandort Bielefeld bedeutet die Nähe zu einer Vielzahl von Wohlfahrtsverbänden und Trägerinstitutionen im Sozial-, Gesundheits- und Bildungssystem, die den Studierenden Praktikums- und Arbeitsplätze bieten. Sie profitieren von langjährigen und vitalen Kooperationen des Fachbereichs mit den Trägern vor Ort.

Mit Ihrer Entscheidung, in Bielefeld zu studieren, treffen Sie eine gute Wahl: Eine Stadt, die kulturell und hinsichtlich vielseitiger Freizeitangebote manches zu bieten hat.

Bewerbung

Bewerbungszeitraum: 15.11. - 15.01.

Danach ggf. Teilnahme am Losverfahren möglich.