FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Masterstudiengang

Wirtschaftsrecht Vertragsgestaltung

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Studienabschluss:
Master
Studienmodell:
Vollzeitstudiengang
Zulassungsbeschränkung:
ja
Studiendauer:
3 Semester
Studienbeginn:
Wintersemester
Studienort:
Bielefeld
Zugangsvoraussetzungen

Die Studienplätze im Masterstudiengang Vertragsgestaltung und -management werden direkt von der Fachhochschule Bielefeld vergeben. Es wird nur eine begrenzte Zahl von Bewerberinnen und Bewerbern aufgenommen. Sie müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • ein mit überdurchschnittlichem Erfolg abgeschlossenes Studium an einer deutschen Universität oder Fachhochschule in einem rechtlichen Studiengang oder einem Studiengang mit einem deutlichen rechtlichen Schwerpunkt mit einem Leistungsumfang von 210 credit points (ECTS), der Erwerb des ersten juristischen Staatsexamens oder ein entsprechendes Äquivalent. Im Fall eines Bachelor-Abschlusses mit einem Leistungsumfang von 180 credit points (ECTS) können Bewerber die fehlenden 30 ECTS durch ein Praktikum oder die Belegung zusätzlicher Module erwerben.
  • Nachweis fortgeschrittener englischer Sprachkenntnisse.
  • Nähere Einzelheiten zu den einzelnen Zugangsvoraussetzungen können der Prüfungsordnung entnommen werden.

Alle Zugangsmöglichkeiten (mit Fach-/Abitur, mit ausländischen Zeugnissen, mit beruflicher Qualifikation, Studiengangs-/Hochschulwechsel etc.) finden Sie unter dem Punkt „Bewerbung“ (grüner Button).

Studienziele

Der Masterstudiengang Vertragsgestaltung und -management soll qualifizierte Absolventinnen und Absolventen eines juristischen Studiums gezielt auf eine Tätigkeit in der Vertragsgestaltung und im Vertragsmanagement vorbereiten. In drei Semestern werden neben einer Einführung in ausländische Rechtsordnungen die Vertragsgestaltung im Personalwesen, die Gestaltung von Einkaufs-, Liefer- und Vertriebsverträgen sowie Verträge im Gesellschaftsrecht vertieft behandelt. Ein übergreifender Schwerpunkt liegt auf den Grenzen der Gestaltungsfreiheit durch das AGB-Recht und das Europäische
Kartellrecht.

Zwei zusätzliche Module behandeln speziell die Gestaltung internationaler Wirtschaftsverträge und hier übliche Vertragsklauseln und Vertragstypen. Abgerundet wird das Programm durch betriebswirtschaftliche Module, in denen Fragen der Unternehmensführung und -besteuerung sowie des Personalmanagements vertieft werden können. Einzelne Veranstaltungen werden in englischer Sprache angeboten.

Die im Masterstudiengang tätigen Dozentinnen und Dozenten sind ausnahmslos Professorinnen und Professoren mit langjähriger praktischer Berufserfahrung im Bereich Vertragsgestaltung durch Tätigkeiten in nationalen und internationalen Anwaltskanzleien, Notariaten sowie in der Steuer- und Unternehmensberatung.

Studienverlauf

1. Semester
Concepts of Comparative Law führt in ausländische Rechtsordnungen und die charakteristischen Besonderheiten des angloamerikanischen Vertrags- und Verfahrensrechts gegenüber dem deutschen Recht ein. Ebenso werden internationale Instrumente der Rechtsvereinheitlichung auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts besprochen.

Unternehmensführung vermittelt Kenntnisse über aktuelle Konzepte der Unternehmensführung. Vertieft werden aktuelle Managementtechniken (Coaching, Performance Improvement, Reengineering, Kaizen) und Methoden der Unternehmensplanung und Entscheidungsfindung.

Deutsches und Europäisches Kartellrecht beschäftigt sich mit den besonderen Anforderungen des europäischen und deutschen Kartellrechts an die Gestaltung potentiell wettbewerbsbeschränkender
Vereinbarungen in Verträgen mit Wettbewerbern, Zulieferern, Vertriebsmittlern und Endkunden.

Vertragsgestaltung Personalwesen I vermittelt die für die Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht notwendigen Grundkenntnisse. Behandelt werden u.a. rechtliche Tragweite und praktische Auswirkungen typischer arbeitsvertraglicher Regelungen sowie die Gestaltung von Arbeitsverträgen für eine Vielzahl von Arbeitsverhältnissen.

Drafting International Commercial Contracts I führt in die Gestaltung internationaler Wirtschaftsverträge und hier üblicher Klauseln sowie die Bedeutung von Rechtswahl und Gerichtsstand im internationalen Vertragsrecht ein. Vertieft behandelt werden auch Instrumente zur Anbahnung von Vertragsbeziehungen (Letter of Intent, Memorandum of Understanding, Non-Disclosure Agreements).

 

2. Semester
Vertragsgestaltung Produktion und Vertrieb behandelt die Gestaltung von Lieferverträgen sowohl aus Verkäufer- als auch aus Einkäufersicht, Vorteile und Risiken von Rahmenlieferverträgen sowie Vertriebsverträge mit in- und ausländischen Handelsvertretern und Vertragshändlern. Einen Schwerpunkt bilden Anforderungen an die Gestaltung einzelner Vertragsklauseln in Liefer- und Vertriebsverträgen nach Maßgabe der einschlägigen Beschränkungen im AGB- und Kartellrecht.

Vertragsgestaltung Personalwesen II vermittelt spezielle Kenntnisse in der Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht mit Blick auf besondere arbeitsvertragliche Regelungen sowie kollektivrechtliche
Vereinbarungen.

Vertragsgestaltung Gesellschaftsrecht behandelt die Gründung von Unternehmen im In- und Ausland unter steuer- und gesellschaftsrechtlichen Aspekten. Im Zentrum steht dabei der Entwurf der für die jeweilige Gründung notwendigen Verträge.

Wahlpflichtfach Unternehmensbesteuerung und Corporate Governance vermittelt Kenntnisse zur Unternehmensbesteuerung mit dem Ziel, Handlungsalternativen der Unternehmenstätigkeit unter steuerrechtlichen Aspekten zu optimieren.

Wahlpflichtfach Personalmanagement befasst sich mit den traditionellen Funktionsfeldern des Personalmanagements, wie z.B. Personalplanung, Personalführung, Mitarbeitergewinnung und -bindung. Daneben werden neuere Aufgabenfelder analysiert, wie u.a. Diversity Management oder Work Life Balance.

Drafting International Commercial Contracts II behandelt vertiefend die Gestaltung zentraler Typen internationaler Wirtschaftsverträge wie Supply Contracts, Distribution Agreements, EPC-/Turnkey-Contracts.

 

3. Semester
Blockveranstaltung Rechtsverfolgung im Inland/International Litigation and Arbitration beschäftigt sich mit verfahrensrechtlichen Fragen der Durchsetzung vertraglicher Ansprüche sowohl im nationalen, als auch im internationalen Bereich. Zentraler Bestandteil des Moduls ist darüber hinaus die Erarbeitung
von Gerichtsstandsklauseln und Schiedsvereinbarungen.

Masterarbeit
Es besteht die Möglichkeit, einen Vertiefungsschwerpunkt zu wählen. Für den Vertiefungsschwerpunkt Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht muss das Wahlpflichtmodul Personalmanagement, für den Erwerb des Vertiefungsschwerpunktes Gestaltung internationaler Wirtschaftsverträge das Wahlpflichtmodul Unternehmensbesteuerung belegt und zudem die Masterarbeit über ein Thema aus dem jeweiligen Schwerpunkt abgefasst werden.

Berufsfelder

Der Studiengang bildet Sie dafür aus, selbstständig rechtssichere und auf den jeweiligen Anwendungsfall zugeschnittene Entwürfe für nationale und internationale Wirtschaftsverträge in unterschiedlichen Rechtsbereichen zu konzipieren, bestehende Vertragsentwürfe auf Risiken und Optimierungsbedarf hin zu überprüfen und mögliche Alternativregelungen zu entwickeln und zu verhandeln.

Vertragsjuristinnen und -juristen werden in der Wirtschaft, in Verbänden sowie im öffentlichen Dienst benötigt. Mögliche Einsatzfelder für die Absolventinnen und Absolventen sind Vertriebs- und Einkaufsabteilungen, Rechts- und Personalabteilungen von Unternehmen, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen sowie eine Tätigkeit in Vertragsmanagementabteilungen. Durch einen Schwerpunkt des Studiengangs auf der Gestaltung internationaler Wirtschaftsverträge kommen auch internationale Transaktionen als Einsatzgebiet in Betracht. Der Masterabschluss berechtigt grundsätzlich zur Promotion.

Bewerbung

Bewerbungszeitraum: 01.06. - 15.07.

Danach ggf. Teilnahme am Losverfahren möglich.