FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Robert Mesch - Studienstiftung des deutschen Volkes

Robert Mesch

Student Bachelor Maschinenbau dual mit Miele & Cie. KG in Bielefeld mit paralleler Ausbildung zum technischen Produktdesigner - Schwerpunkt Produktgestaltung /-konstruktion | Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM)

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich für ein Stipendium zu bewerben?

Aufmerksam geworden bin ich auf Stipendien schon in meiner Schule. Es gibt in dem Ort, in dem ich zur Schule gegangen bin, eine Initiative eines ehemaligen Schülers, der auch gefördert wird. Diese Initiative informiert Schülerinnen und Schüler an den Schulen der Umgebung, die sich durch ihre Leistungen, schulisch oder sozial, hervortun. Allerdings musste ich mich nicht direkt bewerben, sondern wurde von meiner Schule für ein Stipendium vorgeschlagen.

Muss man besonders gute Noten haben, um sich bewerben zu können?

Der „normale“ Weg in die Förderung der Studienstiftung ist ein Vorschlag der Schule oder der Hochschule. Über diesen bin auch ich zum Stipendium gekommen. Man muss jedoch sagen, dass auch Eigenbewerbungen möglich sind. Dabei sind neben den Leistungen vor allem das Engagement für die Gesellschaft wichtig. Im Unterschied zu manchen anderen Förderwerken, werden bei der Studienstiftung auch dual Studierende gefördert.

Wie viel Förderung bekommen Sie und wie wirkt sich das auf Ihr Studium aus?

Ich beziehe monatlich 300 Euro „Studienkostenpauschale“, die jedem geförderten zustehen. Sollte man normalerweise BAföG bekommen, wird quasi dieser Betrag auf die Pauschale draufgerechnet.

Durch diese finanzielle Unterstützung kann man sich den Dingen widmen, die einen wirklich interessieren und die einen auch weiterbringen. Man bekommt neben der finanziellen Unterstützung einen Zugang zu vielen Veranstaltungen die man besuchen kann, wenn sie einen interessieren.

Was sollte man aus Ihrer Sicht bei einer Bewerbung beachten?

Neben den Formalitäten ist es wichtig, dass man sich natürlich und unverfälscht darstellt. Ich persönlich habe in meinem Bewerbungsschreiben versucht, mich von der breiten Masse abzuheben, indem ich einen witzigen Aufhänger benutzt habe. Man muss sich bewusstmachen, dass die Leistung alleine nicht entscheidet, ob man genommen wird oder nicht, sondern viel mehr die Person als gesamtes. Es sollte ein gesundes Grundinteresse für Themen außerhalb des Studiums bestehen. Der berühmte „Blick über den Tellerrand“ ist ein maßgeblicher Faktor und den Leistungen ebenbürtig.      

Haben Sie der Stiftung gegenüber irgendwelche Verpflichtungen?

Bei der Studienstiftung gibt es keine Verpflichtungen, wie eine bestimmte Anzahl an Seminaren die man besucht haben muss. Man muss allerdings regelmäßig (einmal im Jahr oder Semester) einen Bericht schreiben, in dem man beschriebt was man im Semester gemacht hat, was man für Ziele hat etc. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich zu engagieren oder freiwillig an Seminaren teilzunehmen.

Würden Sie ein Stipendium weiterempfehlen?

In meinen Augen ist ein Stipendium das Beste, was einem passieren kann. Neben der finanziellen Förderung, die selbstverständlich ihren Reiz hat, bietet ein derartiges Netzwerk ein großes Potential. Man lernt viele Menschen kennen und bekommt die Möglichkeit sich selbst so zu fördern, wie man es für am besten hält. Im Endeffekt ist ein Stipendium eine große Sammlung an Möglichkeiten, die man nur noch wahrnehmen muss.