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Erstes Naturtrüb Magazin erschienen

Bielefeld (fhb). „Der Anfang aller Dinge beginnt mit dem Wunsch nach etwas Neuem“, mit diesen Worten leitet das neugründete Naturtrüb-Kollektiv die erste Ausgabe ihres Magazins ein. Als im März 2019 die Idee für das Magazin entstand, war den Autorinnen und Zeichnerinnen noch nicht bewusst, wie viele Unterstützerinnen und Unterstützer ihre Idee anziehen würde. Das Naturtrüb Magazin, deren Mitglieder zum großen Teil aus Studentinnen der FH Bielefeld und der Universität Bielefeld bestehen, bietet eine Plattform, sich mit Sprache und Zeichnung einem gemeinsamen, ausgewählten Thema zu widmen. Das Oberthema der Erstausgabe, die im Oktober erschienen ist, lautet „Suchen und Finden“. Das Magazin ist von den Initiatorinnen gezielt als eigenständiges Projekt neben dem Studium angelegt, um erste praktische Erfahrungen sammeln zu können. Unterstützt wurde es sowohl durch ein Crowdfunding als auch durch das Gleichstellungsbüro der FH Bielefeld.

Gezeichnetes Porträt einer Person.„Bei mir war es die Sehnsucht nach einem Raum, in dem sich Frauen gegenseitig bestärken können. Ich hatte schon länger den Wunsch nach einer feministischen Gruppe“, erklärt Lena Schäfferling ihre Motivation, bei dem Magazin mitzumachen. Schäfferling studiert am Fachbereich Gestaltung in der Studienrichtung Kommunikationsdesign und hat sich in ihrem Beitrag auf die Suche nach der weiblichen Lust gemacht. Nicht nur aus persönlicher, sondern auch aus historischer Sicht setzt sie sich in den Texten und dazugehörigen Illustrationen mit dem teilweise noch schambehafteten Thema auseinander.

lllustration einer Baustelle.Das Kollektiv ist ein Zusammenschluss von Studentinnen und Absolventinnen aus Bielefeld und Umgebung, viele von ihnen kommen aus den Bereichen Kunst, Design, Philosophie und Psychologie. In ihrem Crowdfunding-Aufruf beschreiben sie, dass sie eben diese Bereiche als „männlich dominiert“ wahrnehmen. Es gehe darum, sich als Frauen* und unter Frauen* austauschen zu können. Bewusst setzen sie hinter das Wort „Frauen“ ein Sternchen (*), um zu signalisieren, dass sich alle angesprochen fühlen können, die sich als solche identifizieren – wie zum Beispiel Transfrauen. „Mit unserer finanziellen Unterstützung des Projekts wollen wir auch ermöglichen, dass jungen Gestalterinnen in einem geschützten Rahmen den Einstieg in die Berufswelt erproben können“, erklärt Prof. Dr. Michaela Hoke, Gleichstellungsbeauftragte der FH Bielefeld.

Insgesamt 25 Autorinnen umfasst inzwischen das Naturtrüb-Kollektiv, die Erstausgabe hat einen Umfang von 256 Seiten und kann in einigen Bielefelder Buchhandlungen erworben werden. Das Magazin soll etwa alle neun Monate erscheinen. (mst)