FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Masterstudiengang

Sozialwissenschaftliche Transformationsstudien

Studienabschluss:
Master
Studienmodell:
Vollzeitstudiengang
Zulassungsbeschränkung:
ja
Studiendauer:
4 Semester
Studienbeginn:
Wintersemester
Studienort:
Bielefeld
Fachbereich:
Zugangsvoraussetzungen

Voraussetzung für das Studium ist ein mit überdurchschnittlichem Erfolg (i.d.R. Gesamtnote von 2,3 oder besser) abgeschlossenes Diplom- oder akkreditiertes Bachelorstudium an einer Universität oder Fachhochschule in einem sozialwissenschaftlichen Studiengang (z.B. Soziale Arbeit, Pädagogik der Kindheit, Psychologie, Soziologie, Politologie, Ökonomie, Erziehungswissenschaft, Humangeographie etc.) mit einem Leistungsumfang von mindestens 180 ECTS-Leistungspunkten (Credits) nach dem European Credit Transfer System (ECTS).

Weitere Voraussetzung ist der Nachweis von Englischkenntnissen auf dem B2-Level des CEF-Rasters (Common European Framework of Reference). In Zweifelsfällen entscheidet die Auswahlkommission, die sich nach ihrem Ermessen weitere Informationen beschaffen und/oder Bewerberinnen und Bewerber anhören kann.

Studienziele

Der Studiengang vermittelt systematisch und vertiefend anwendungsorientierte theoretische und forschungsmethodische Kenntnisse und Kompetenzen im Feld sozialwissenschaftlicher Transformationsforschung (Analyse und Gestaltung gesellschaftlicher Transformationsprozesse). Dabei wird davon ausgegangen, dass sich solche Transformationsprozesse nur durch ein hohes Maß an inter- bzw. transdisziplinärer Zusammenarbeit angemessen analysieren und zukunftsfähig gestalten lassen. Ziel ist es, insbesondere integrative Kompetenzen zu vermitteln: Dies bezieht sich einerseits auf die Befähigung, gesellschaftliche Herausforderungen in ihrer Komplexität und Dynamik unter Einbeziehung unterschiedlicher disziplinärer Perspektiven im Hinblick auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse analysieren zu können. Andererseits geht es um die Vermittlung von Kompetenzen, dieses Wissen um Komplexität und Dynamik in angemessene Gestaltungsansätze und Transformationsdesigns für eine nachhaltige Bewältigung von Herausforderungen und eine zukunftsfähige Gestaltung von Veränderungen übersetzen zu können. Dies setzt voraus, dass neben thematisch-inhaltlichen Kompetenzen (Begriffe, Konzepte, Theorien zu Phänomenen, Feldern, Ebenen gesellschaftlicher Transformationen) vor allem auch methodologische und methodische Kompetenzen zu Forschungs- und Interventionsdesigns erworben werden und deskriptiv-analytisches Systemwissen, normatives Orientierungswissen und kreativ-operatives Handlungswissen eng miteinander verknüpft werden.

Video zum Studiengang auf YouTube: 

 

2019-05-16 Screenshot YouTube Video Sozialwissenschaftliche Transformationsstudien

Studienverlauf

Der Studiengang hat einen interdisziplinären Charakter. Die vertretenen Fachdisziplinen (z.B. Soziologie, Politologie, Psychologie, Pädagogik, Sozialarbeitswissenschaften, Kulturwissenschaften) richten ihre Inhalte und Methoden an den Aufgaben und Problemen der sozialwissenschaftlichen Transformationsforschung aus. Der thematische Fokus des Studiengangs richtet sich aus an gesellschaftlichen Veränderungen und damit verbundenen Herausforderungen. Schwerpunkte sind Transformationsprozesse und ihre Verflechtungen in sozialen, politischen, ökonomischen, kulturellen und technologischen Feldern wie sie durch Globalisierung, Digitalisierung, demografischen Wandel und sozial-ökologische Probleme und Krisen hervorgerufen werden. Leitbild ist dabei die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit gesellschaftlicher Entwicklungen, wie sie etwa in der Agenda 2030 und den „Sustainable Development Goals“ (SDG) der Vereinten Nationen formuliert werden.

Der Masterstudiengang ist modular aufgebaut. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester, die insgesamt elf Module umfassen. Entsprechend ECTS werden pro Semester 30 CP vergeben und den Modulen zugeordnet. Der Leistungsumfang für den gesamten Studiengang beträgt 120 CP.

Die Module M1, M4 und M7 beschäftigen sich mit den Grundlagen sozialwissenschaftlicher Transformationsforschung, Analysen gesellschaftlicher Transformationsprozesse und Ansätze zu deren zukunftsfähiger Gestaltung. Die Module M2, M5 und M8 vermitteln die methodologischen und methodischen Grundlagen sozialwissenschaftlicher Forschungs- und Interventionsdesigns. Die Module M3, M6 und M9 dienen der Vorbereitung, Durchführung und Analyse eines forschungs- und interventionsorientierten Projekts. Modul 10 ist das Praxismodul mit 20 Arbeitstagen und Modul 11 besteht aus der Masterarbeit und dem Kolloquium.

Studieninhalte

1. Semester

  • MODUL 1 Grundlagen ­sozialwissen­schaftlicher ­Trans­formationsforschung
  • MODUL 2 Methodologie I: Grundlegende ­Forschungsdesigns und Methoden der Datenerhebung
  • MODUL 3 Projekt I: Projektentwicklung

2. Semster

  • MODUL 4 Analysen ­gesellschaftlicher ­Transformationsprozesse
  • MODUL 5 Methodologie II: Komplexe ­Forschungs­designs und Methoden der Datenanalyse
  • MODUL 6 Projekt II: Projektdurchführung

3. Semester

  • MODUL 7 Gestaltung ­gesellschaftlicher ­Transformationsprozesse
  • MODUL 8 Methodologie III: Designs und Methoden von Transfer, Intervention und Evaluation
  • MODUL 9 Projekt III: Projektabschluss

4. Semester

  • MODUL 10 Praxis
  • MODUL 11 Masterarbeit und ­Kolloquium
Berufsfelder

Grundsätzlich erwerben die Studierenden Kompetenzen, die sie für anspruchsvolle analytische, konzeptionelle, planende, leitende, steuernde und gestaltende Aufgaben und Tätigkeiten in unterschiedlichen wissenschaftlichen, wissenschaftsnahen oder außerwissenschaftlichen Feldern qualifizieren. Der Masterstudiengang eröffnet somit berufliche Perspektiven in einer Vielzahl von Berufsfeldern.

Zunächst ermöglicht der Abschluss eine wissenschaftliche Weiterqualifizierung in Form einer Promotion und eine daran anschließende wissenschaftliche Laufbahn in Forschung und Entwicklung, Lehre und Transfer. Ebenso bietet er die Möglichkeit des Einstiegs in wissenschaftliche und wissenschaftsnahe Berufs- und Tätigkeitsfelder, die nicht zwingend eine Promotion voraussetzen. Aufgrund der inter- und transdisziplinären sowie thematischen Ausrichtung des Studiengangs ist davon auszugehen, dass es in diesen Bereichen Anschlussmöglichkeiten an zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen und praktische Arbeitsfelder gibt.

In den Beschäftigungsfeldern außerhalb der Wissenschaft spielen insbesondere analytisch-konzeptionelle, leitend-gestaltende, koordinierend-moderierende sowie vernetzende und bildend-vermittelnde Tätigkeits- und Aufgabenfelder und entsprechende Positionen eine Rolle. Als Beschäftigungsträger kommen Organisationen in öffentlich-administrativen, politischen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Feldern unterschiedlicher Ebenen – lokal/kommunal, regional, national, inter-, trans- und supranational, global - in Frage, die in unterschiedlicher Art und Weise an der Entwicklung und Gestaltung von sozialen Systemen, Sozialräumen, Gemeinwesen und Lebenswelten beteiligt sind. Zu nennen sind z.B. Organisationen der öffentlichen Verwaltung und öffentliche politische Institutionen, zivilgesellschaftliche politische Organisationen wie Parteien, Nicht-Regierungs-Organisationen, Interessen-, Wohlfahrts- und Umweltverbände, sonstige Vereine, Verbände, Stiftungen und Netzwerke, öffentliche sowie privat-, sozial- und gemeinwirtschaftliche Unternehmen.

Kontakt

Studierendenservice (A - H)
Gabriele Mische
+49.521.106-7881

Studierendenservice (I - Z)
Marita Bräuer
+49.521.106-7707

Studienfachberatung | Praxisreferat
Dipl.-Päd. Christiane Möcker
+49.521.106-7832


Bewerbung

Bewerbungszeitraum: 01.06. - 15.07.

Danach ggf. Teilnahme am Losverfahren möglich.

Veranstaltungen

03
Jun
Mo., 03.06.2019, 10:00 – 14:00 Uhr
FH Bielefeld, Hauptgebäude
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06
Jun
Do., 06.06.2019, 16:00 – 18:00 Uhr
FH Bielefeld, Hauptgebäude
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27
Jun
Do., 27.06.2019, 18:00 – 21:00 Uhr
Bielefeld
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